Hab gerade ein sehr schönes, berührendes Video bei flayrah gefunden.
Ich mag die Darstellung, die Umsetzung. Es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die ihre behinderten/beeinträchtigten/[gerade politisch korrekten Terminus hier einsetzen] Mitmenschen bemitleiden, bedauern. Das ist meines Erachtens nicht nötig. Die Welt ist so schön, so voller Erlebnisse, so voller Eindrücke, dass jeder darin glücklich und erfüllt leben kann.
Das Einzige was einen Menschen davon abhalten kann, sind andere Menschen.
Am vergangenen Wochenende hat mir irgendwer das Stichwort “Cat Piano” zugeworfen. Ich weiß nicht mehr wer oder wo, aber ich hab das heute mal in meine Lieblingssuchmaschine geworfen und einen Kurzfilm gefunden, der mir sehr gut gefällt, obwohl er irgendwie traurig ist und ich mir auch nicht so richtig sicher bin, ob das ein Happy-End ist.
Musik, Poesy und Katzen. Durchsetzt mit einer dunklen Grundstimmung. Finstere Comicbilder. Und nicht zuletzt die Stimme von Nick Cave.
Und Musik. Fenster zur Seele. Ausdruck von Gefühlen. Eigentlich eine schöne Kunst. Verkehrt zu einer Abscheulichkeit die Schönheit missbraucht, vergewaltigt, quält. Wie weit darf man gehen im Namen der Kunst? Wieviel Leiden ist erlaubt um Schönheit zu schaffen?
Nachts. Kalt. Klar. Frisch. Vollmond. Er scheint über der Stadt. Kaum jemand unterwegs. Es wird langsam Winter. Die Wärme schwindet wieder und hinterlässt eine klare, scharfe Kält, die durch die Lungen in Deinen Körper eintritt. Wie eiskalter Stahl auf Deiner Haut. Sie sorgt dafür, dass Du wach bist. Deine Aufmerksamkeit erhöht.
Es hat etwas poetisch bei dieser Witterung durch die Stadt zu gehen. eine Stadt, die sonst so belebt und wuselig ist liegt erstarrt in der Kält da.
Musik aus den Ohrhöhrern bringt Dich in eine Art geistesabwesende Ekstase. Deine Gedanken schweifen, Deine Gefühle übernehmen die Oberhand. Du bist! Du lebst!
Der Stahl schneidet in Deinen Augen, Deinem Gesicht, Deinen Händen, Armen und Beinen. Dünne rote Linien überall auf Deinem Körper. Es werden immer mehr. Linien in willkürlichen Mustern. Dein Blut fängt an, Deine Arme entlang zu rinnen. Mit ausgebreiteten Armen gehst Du weiter durch die Stille Nacht, doch in Deinem Kopf rasen die Gefühle, die Musik, dein Verstand…
Dein ganzer Körper ist zerrissen vom Stahl, blutrot. Dein Blut rinnt über deine Beine zum Boden und Du hinterlässt eine Spur von Fußtapsen auf der Straße.
Niemand sieht es. Niemand hört das Chaos in Deinem Kopf. Kaum jemand ist überhaupt da, und die wenigen beachten Dich nicht. Sehen nur die Stille der Stadt.